Pöhm-Letter Nr. 19 Textformat


 

Pöhm´s Power-Letter Nr. 19  

Oktober 2003

Liebe Leser

Hier ist er nun, der Powerletter Oktober 2003.

Wenn Sie ihn interessant finden, schicken Sie ihn bitte per E-mail an Freunde weiter. Unter www.poehm.com kann sich jeder Interessierte eintragen.

Er enthält sechs Kapitel:

  1. Darüber reden, wie man miteinander redet
  2. Das Logo auf ihrer Folie
  3. Lizenz- und Trainerausbildungsseminar
  4. Andreas Ackermann
  5. Der regelmässige Angriff
  6. Sieger im Schlagfertigkeits-Gewinnspiel

 

1) Darüber reden, wie man miteinander redet

Stellen Sie sich vor, Sie werden während einer Sitzung von einem Kollegen mit scharfem Unterton attackiert: "Ach Frau Huber, das ist wieder mal einer Ihrer völlig undurchdachten Vorschläge. Man hat den Eindruck, Sie haben die ganze Sitzung nicht zugehört".
Gegen so einen Sitzungsquerschläger könnten Sie inhaltlich reagieren, indem Sie beispielsweise mit der Methode "kategorisches Richtig stellen" antworten: "Lieber Herr Kaiser, Ihr Eindruck ist natürlich falsch, ich habe zugehört und mein Vorschlag ist sehr wohl durchdacht." Oder aber Sie wählen eine Methode, bei der Sie sich keine Gedanken machen müssen, mit was Sie da gerade bombardiert worden sind: Sie gehen überhaupt nicht auf den Inhalt ein, sondern machen nur zum Thema, wie man im Moment miteinander redet. Die Methode eignet sich vor allem bei Unverschämtheiten. Wenn jemand beispielsweise zu Ihnen sagt: "Ihr Vorschlag ist kompletter Schrott. Ausserdem glaube ich nicht, dass Sie als Frau, so einer verantwortungsvollen Aufgabe gewachsen sind" könnten Sie kontern: "Unsachliche Bemerkungen bringen uns nicht weiter. Sie halten uns nur auf. Wir alle wollen zügig zu einem Ergebnis kommen. Ich möchte Sie bitten, dass Sie den Stil einhalten, der dem Niveau hier in der Firma entspricht! Danke" - - - Das sitzt!
Die Strategie dahinter lässt sich wie folgt beschreiben:
Gehen Sie nicht inhaltlich auf den Angriff ein, sondern kommentieren Sie die Art des Angriffs.

Indem Sie den anderen wegen seiner unsachlichen Art zurechtweisen, stehen Sie, bei egal welche Attacke, immer als Winner da. Verstärkend können Sie den Angreifer in der Gruppe isolieren: "...wir alle wollen zügig zu einem Ergebnis kommen". Sie exponieren ihn damit zum Verursacher einer schleppenden Sitzung. Sprechen Sie dabei immer in der "Wir-Form".

Kombinieren Sie also diese zwei Elemente zu einer wirksamen Methode:
 

  1. beschreiben Sie die Art des Angriffs und bewerten ihn negativ
  2. isolieren Sie den Angreifer in der Gruppe als Schuldigen für eine uneffektive Sitzung.

Jede beliebige Kombination der beiden unten aufgeführten Elemente ergeben brauchbare Formulierungen, die fast auf jeden Sitzungsquerschläger einen wirksamen Dämpfer geben.

Die Art des Angriffs bewerten
 

  • Dieser Stil ist nicht der Stil, den wir hier gewohnt sind.
  • Würden Sie bitte sachlich bleiben, wie alle anderen.
  • Ich möchte Sie bitten den Ton zu finden, der unserer Kultur entspricht.
  • Es entspricht nicht unserm Niveau, so polemische Äußerungen zu machen

Angreifer als Schuldigen isolieren
 

  • Wir kommen inhaltlich so zu keinem Ergebnis.
  • Es ist im Sinne aller hier, dass wir zügig unsere Themen abhandeln.
  • Wir alle wünschen uns eine effiziente Sitzung. Wir haben wichtigere Themen.
  • Mit dieser Art verhindern Sie, dass wir hier weiterkommen.

 

2) Das Logo auf ihrer Folie

Einer der Regeln aus meinen Büchern, die am wenigsten umgesetzt wird, ist die Regel, auf Powerpoint und Folien keine Firmenlogos mehr zu setzen. Die meisten wagen es nicht, weil die gängige Marketinglehre etwas anderes behauptet. Aber man muss es nur einmal ausprobieren, um zu sehen, dass die Wirkung dadurch zunimmt.
Kürzlich sprach mich im Flugzeug eine Dame an: "Sind Sie nicht Matthias Pöhm?" Die Dame kannte mich von meinem Buch "Vergessen Sie alles über Rhetorik" und es entspann sich ein interessantes Gespräch über öffentliches Reden. Wie in vielen Firmen, gab es auch in ihrer Firma Vorschriften, wie eine Folie von der Gestaltung her auszusehen hat. Unverrückbarer Bestandteil war das Firmenlogo, das auf jeder Folie links oben zu prangen hatte. Sie schlug nun auf Grund meines Buchs dem Chef vor, dass man es doch einmal ohne versuchen sollte. Dem war das Logo schon längst ein Dorn im Auge und er war dankbar, das nun endlich einmal in einem Buch geschrieben zu sehen. Niemand vergibt einen Auftrag, nur weil er permanent das Logo vor sich hat. Seither werden in dieser Firma auf Folien keine Logos mehr verwendet. Alle sind zufrieden damit, keiner vermisst es.

 

3) Lizenz- und Trainerausbildungsseminar

Ich biete neu ein mehrtägiges Lizenz-Trainerausbildungsseminar an. Geeignete Personen für eine Lizenz, werden von mir zum Trainer ausbildet und erhalten sowohl die Lizenz für das Seminar "Schlagfertig und erfolgreicher" als auch "Präsentieren als Infotainment". Das ist neu gegenüber der alten Regelung, die keine Trainerausbildung beinhaltete. Die Trainerausbildung findet am 15. bis 17. Dezember 03 in der Schweiz statt. Falls Sie Interesse an der Lizenz mit Trainerausbildung haben, klicken Sie doch einfach hier.

 

4) Andreas Ackermann

Mentaltraining ist eine Methode, die Sie dazu bringt, ihre Zukunft zu beeinflussen, der Mensch zu werden, der sie gerne sein würden, unliebsame Gewohnheiten abzulegen, oder neue Gewohnheiten einzuführen. Dabei versetzen Sie sich in den Alphazustand und programmieren ihr Unterbewusstsein nach gewissen Techniken neu. Der etablierteste Trainer auf diesem Gebiet heisst Andreas Ackermann. Ich habe sein Seminar besucht und war so begeistert, dass ich es sofort bei mir ins Seminar-Angebot mit aufgenommen habe. Sein Bestseller "Easy zum Erfolg" beschreibt diese Methode und kann jetzt sogar als Gratis-Buch von seiner Homepage herunter geladen werden. Mit diesem Link können Sie es direkt beziehen.

 

5) Der regelmässige Angriff

Im letzten Powerletter haben wir wie immer einen Angriff veröffentlicht, auf den Sie, liebe Leser, eine schlagfertige Erwiderung finden konnten. Hier noch einmal die Situation:

Der Chef beäugt Sie am Morgen mit kritischen Blick: "Ihre Kleidung entspricht nicht der Geschäftsphilosophie!"

Diesmal waren die Antworten sehr originell. Vielen Dank für die vielen Zuschriften. Die Auslese ist noch schwieriger als sonst gewesen.

Ausgewählt haben wir folgende Antwort:

Bernt Stadelhofer
"So lange Sie so tun, als ob Sie mich gut bezahlen, tue ich so als ob ich mich gut kleide!"

Viele Antworten gleichen sich. Wir publizieren daher immer diejenige, die zuerst bei uns ankam. Hier noch weitere Antworten, die auch sehr gut waren:

Christa Kolodzick
"Welcher Geschäftsphilosophie?"

Heinz Graf
"Ich weiss, doch Gefängniskleider habe ich keine."

Erika El Hussein
"Danke für das Kompliment!"

Peter A. Guynup.
"Wieso, soll ich jetzt im Lendenschurz rumlaufen?"

 

Hier nun der neueste Angriff, auf den Sie uns eine Erwiderung schicken sollen:

Sie haben Ihren Führerschein wohl im Lotto gewonnen!

 


Was würden Sie als Betroffener antworten?

Schicken Sie uns unter

Schicken Sie uns eine mögliche Antwort.

 

6) Sieger im Schlagfertigkeits-Gewinnspiel

Wir prämieren hier an dieser Stelle immer eine uns geschilderte schlagfertige Situation. Diesmal waren es wieder über 60 eingesandte Geschichten. Vielen Dank. Wir mussten leider auch sehr gute Geschichten aussortieren.

1. Sieger: Thomas Gruteser
Meine kleine Tochter (gerade 3 geworden) schläft nur sehr ungern in ihrem Kinderbett ein und bettelt jeden Abend, ob sie nicht im Bett der Eltern schlafen darf. Auf meine gestrige Drohung "Dann können wir ja dein Bett an ein anderes Kind verschenken" antwortete sie "Ich helf Dir tragen".

2. Sieger: Eva Engel
Ein Restaurantgast flüsterte mir leise ins Ohr: "Wo bitte ist denn hier das WC?"
Ich flüsterte leise zurück: "Das sag ich Ihnen nicht."

Hier noch drei weitere Geschichten, die uns gefallen haben:

Heinz Graf
Ich bin Schweizer. An den Minigolf-Europameisterschaft bemerkte ich zum österreichischen Kollegen: "Schau unsere Flaggen an. Wir sind immer positiv und ihr so negativ. Er antwortete: "So so, dafür haben wir immer eine gerade Linie, und mit euch hat man stets ein Kreuz."

Michael Hensel
Auf dem Sportplatz: Ein Mannschaftskamerad sagte zu mir: "Ich bin eh schneller als alle anderen." Ich erwiderte: "Dann lauf doch mal 100 Meter. Wir nehmen die Zeit. Sollen wir eine Stoppuhr nehmen oder besser einen Kalender?"

Marion Haseloff
Die Geschichte unserer 9jährigen Tochter in de Schule jetzt im August 2003:Sie hatte ein orange-farbenes Shirt an, eine orange-farbe Hose & natürlich auch orange-farbene Schuhe. Ein Mädchen ca. 12 Jahre sprach sie an: "Ej, bist du von BSR?".
(Info: BSR = Berliner Straßenreinigungsbetriebe, die sind komplett in orange gekleidet!)
Unsere Tochter blickte an sich herunter, schaute das Mädchen an und sagte einfach nur ein Wort. "Ja!" Dann ging sie weiter.

Die beiden Gewinner erhalten als Preis das Buch "Das NonPlusUltra der Schlagfertigkeit" im Wert von SFr. 36.00

Die Auswahl ist uns schwer gefallen. Vielen Dank für alle weiteren originellen Antworten.

Auch diesmal veranstalten wir für den nächsten Powerletter wieder ein Gewinnspiel für die schlagfertigste uns zugesandte Antwort. Diejenigen, die sich am nächsten Wettbewerb mit einem tollen Spruch beteiligen wollen, mögen das bitte über unsere Homepage tun.

Zu gewinnen gibt´s das Buch "Das NonPlusUltra der Schlagfertigkeit", im Wert von SFr. 36.00

Nie wieder sprachlos. Lernen Sie, direkt eine Antwort zu finden und nicht erst eine Stunde danach. Anmeldung zum Seminar unter: "Schlagfertig & erfolgreicher“

Reden Sie vor Publikum so, dass Ihnen die Leute fasziniert an den Lippen kleben.
Hier ist die Anmeldemöglichkeit zum Seminar: "Präsentieren als Infotainment“

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und tun Sie auch, was Sie für richtig halten!

Matthias Pöhm

P.S.

Wenn Sie Ihre E-Mailadresse wechseln und Sie wollen weiterhin den Letter erhalten, vergessen Sie nicht, uns Ihre neue E-Mailadresse mitzuteilen.

Schlagfertige sind erfolgreicher

 

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