Was tun bei Blattschuss-Einwänden während Präsentationen


Präsentationstechnik: Was tun bei Blattschuss-Einwänden während Präsentationen

 

Sie stellen während einer Präsentation das von einem Team erarbeitete neue Firmenlogo vor und erklären, was es symbolisiert. Da kommt ein unerwarteter Zwischenruf: „Also dieses Logo find ich überhaupt nicht originell“. Baff! Ihnen bleibt der Mund offen – das Hirn scheint ruckartig ausgetrocknet. Hier drei Tipps, was Sie im Fall von solchen Blattschuss-Einwänden tun können. Zunächst aber, was sollten Sie auf jeden Fall NICHT tun. Auf keinen Fall sollten Sie jetzt versuchen die Originalität ihres Logos durch Argumente zu beweisen. Das geht mit Volldampf in die Hose. 
Den Zwischenrufer können Sie niemals mit Argumenten überzeugen. Damit sind Sie auf der Rechtfertigungsschiene und in der Wahrnehmung der anderen Zuschauer auf der Verliererstrasse. Es gibt mehrere elegante Ansätze, wie sie für die Umgebung als Sieger aus diesem Zwischenfall heraus kommen. Allen gemeinsam ist, dass sie dem anderen seine Meinung lassen, aber ihre eigene Meinung für alle sichtbar untermauern.
 
Die Möglichkeiten sind in der Reihenfolge der Schärfegrade aufgelistet.
 
1. Möglichkeit: (Schärfegrad 1)
"Also dieses Logo find ich überhaupt nicht originell“. Sie antworten:
→ „Wir bleiben Freunde, auch wenn ich da anderer Ansicht bin.“
Danach entziehen Sie ihm den Blick und reden ohne Pause lückenlos in ihrem Text weiter.
 
2. Möglichkeit: (Schärfegrad 2)
"Also dieses Logo find ich überhaupt nicht originell“. Sie antworten:
→ „Damit kann ich leben“
Danach entziehen Sie ihm wieder den Blick und reden ohne Pause weiter in ihrem Text.
 
3. Möglichkeit: (Schärfegrad 3)
"Also dieses Logo find ich überhaupt nicht originell“. Sie antworten:
→ „Wer von ihnen im Saal ist auch der Meinung, das dieses Logo nicht originell ist. Hand hoch?“
Sie zählen kurz die Hände und kommentieren:
→ „4 von 30!“

Danach entziehen Sie ihm wieder den Blick und reden ohne Pause weiter in ihrem Text.
Wenn Sie jetzt befürchten mit der letzten Methode zu riskieren, dass plötzlich eine Mehrheit gegen Sie stimmt, so ist das fast immer grundlos. Aus zwei Gründen: Erstens haben Sie prinzipiell einen starken Solidarisierungseffekt des Publikums mit dem Redner. Von dem können Sie sicher ausgehen. Zweitens kostet es für den Einzelnen Mut, sich gegen eine offensichtliche Mehrheitsmeinung zu exponieren und unentschiedene Teilnehmer werden durch Nicht-Reagieren immer automatisch zu ihren Befürwortern. Ich wende diese Methode immer wieder an und habe noch niemals eine auch nur annähernd nennenswerte Opposition erlebt.

 

<<vorhergehende Präsentationstechnik                                            zur nächsten Präsentationstechnik >>

zurück zur Übersicht

 

(Copyright Matthias Pöhm. Dieser Artikel ist nur für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken. Bitte setzen Sie folgenden Link "Rhetorik Tipps von M. Pöhm")

Durch Lesen hat noch keiner Klavier spielen gelernt, durch Lesen allein lernen Sie auch keine Rhetorik. Im Seminar "Präsentieren als Infotainment" werden die Dinge GETAN, bis Sie sie wirklich beherrschen. Entertainment statt Langeweile, das ist heute die Devise. Ohne Show geht es nicht. In diesem einzigartigen Power-Rhetorik-Seminar verrät Ihnen Matthias Pöhm, "der beste Rhetoriktrainer im deutschsprachigen Raum" (Nordwest Zeitung), wie Sie Charisma versprühen, wie Sie in Bildern reden, kurz - wie Sie Faszination auslösen. So dass Ihre Zuhörer am Ende sagen: "Gekauft!" Sichern Sie sich noch heute Ihren Platz.

Anmeldung unter: "Präsentieren als Infotainment"

Als Powerletterabonnent bekommen Sie übrigens jeden Monat einen neuen Trick zugeschickt. Pöhm-Letter anmeldung