Dialekt oder Hochdeutsch
Rhetorik Tipp: Dialekt oder Hochdeutsch
Es kommen immer wieder Teilnehmer auf mich zu, um zu fragen, ob sie bei Präsentationen Hochdeutsch sprechen sollen oder Dialekt. Sie fragen mich, ob Dialekt nicht unprofessionell wirke. Meine Empfehlung: Reden Sie in der Sprache, in der Sie sich am wohlsten fühlen. Das ist im Normalfall der Dialekt. Es ist nicht ihr Dialekt, der unprofessionell klingt, es ist ihre EINSTELLUNG zum Dialekt, der ihn unprofessionell macht. Es hat immer und wird immer wieder Redner geben, die ihre Dialektfärbung haben und sagenhafte Redner sind.
Franz Josef Strauss sprach Bayerisch, Lothar Späth schwäbelt. Sie überzeugen andere Menschen immer mehr dadurch, dass Sie synchron mit sich selbst sind und zu sich selbst stehen, als wenn Sie einem aufgepfropften Fremdbild entsprechen wollen. Ich habe dieses Phänomen nicht nur in der Schweiz und in Österreich, auch in Deutschland wird von Hessisch, über Sächsisch bis Schwäbisch in unterschiedlichsten Dialekten geredet. Dort gebe ich genau den selben Tipp. Es gibt immer einen kleinen Teil von Leuten, die Freude an der Hochdeutschen Ausdrucksweise haben. Falls Sie zu der Sorte Menschen gehören, dann dürfen Sie sich die Freude natürlich nicht vergällen.
Aber ansonsten reden bitte Sie so, wie Sie im Alltag auch reden!
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