Nr 26. erstaunliche Fakten - faszinierende Geschichten - interessantes Wissen


Neun Tage in der Eiger Nordwand

1983 brechen zwei junge Burschen Holger Wendel und Thomas Burger zusammen auf zu einer Tour um die Eiger Nordwand zu bezwingen. Sie sind Freikletterer und haben nur eine Notseil dabei. Ihren Eltern haben sie nicht gesagt, dass sie heute klettern werden und auch sonst niemand weiss, wo sie heute unterwegs sind. In die Eigernordwand kann man nur im August steigen. Als sie im oberen Drittel angekommen waren fängt es plötzlich an zu schneien. Sie mussten sofort umkehren. Ihre Notlösung für so einen Fall war ein Tunnelausgang mitten in der Eiger Nordwand. 1896 hatte man nämlich die Eiger-Nordwand durchtunnelt, um dort einen Zug auf das Jungfraujoch in 3'500 Metern fahren zu lassen, wo dann das höchste-Restaurant Europas gebaut wurde. Um den Felsschutt aus der Wand zu bringen, hatte man mitten in der Eiger-Nordwand ein Loch gelassen. Davor war eine Holztür, durch die man auch von Aussen ins Innere des Tunnels gelangen konnte. Die beiden Kletterer wussten, dass das ihre Rettung war und sie kletterten in Richtung dieses Ausgangs. Als sie dort angekommen waren, sahen sie nur eine riesengroße Schneeverwehung. Alles war eine einzige Schneewand. Mit verzweifelten Kräften versuchten sie trotzdem den Eingang zu finden und stochern im Schnee. Aber vergeblich.

Inzwischen war es Abend geworden, und sie mussten auf einem ca 30 cm großen Felsvorsprung ausharren, um den nächsten Tag abzuwarten. Eine einsame Nacht bei Schneetreiben in der Eiger Nordwand!

Am nächsten Morgen versuchten sie Nach Hilfe zu schreien. Unterhalb der Eiger Nordwand in ca 3 km Luftlinie ist eine Bahnstation, die Kleine Scheidegg. Dort kamen ständig Züge an und es waren viele Touristen zu sehen. Sie winkten und schrien so laut sie konnten, aber niemand sah diese zwei kleinen Punkte Mitten in der Eiger-Nordwand. Es wurde Nachmittag, es wurde Abend. Die zweite Nacht bei Schneetreiben in der Eiger-Nordwand stand bevor.

Sie kauern sich zusammen. Sie stehen auch diese Nacht durch. Am nächsten Morgen winken sie wieder Leuten an den Zügen an der Kleinen Scheidegg. Niemand hört, niemand sieht sie. Es wird Mittag, es wird Nachmittag, es wird Abend. Die dritte Nacht in der Eiger-Nordwand.

Am nächsten Morgen sitzen sie immer noch auf ihrem 30 cm großen Felsvorsprung. Das größte Problem ist nicht essen, sondern trinken. Denn der Körper kann nur eine gewisse Menge an Schnee zu sich nehmen, dann streikt er. Sie haben höllischen Durst und Hunger. Es wird Mittag, es wird Nachmittag es wird Abend. Die vierte Nacht in der Eiger Nordwand.

Der fünfte Tag bricht an. Sie sitzen immer noch auf dem selben Felsvorsprung. Es wird Mittag, es wird Nachmittag es wird Abend. Die fünfte Nacht in der Eiger Nordwand. Am nächsten Tag will Thomas zu seinem Freund sprechen. Er berührt ihn. Er merkt er bewegt sich nicht mehr. Er kontrolliert seine Augen: er ist tot. Ab jetzt sitzt er neben einer Leiche.

Es wird Nachmittag, es wird Abend - die sechste Nacht in der Eiger Nordwand. Er steht auch diese Nacht durch, der siebte Tag bricht an. Es wird Mittag, es wird Nachmittag, es wird Abend. Die achte Nacht in der Eiger-Nordwand.

Am Morgen des neuen Tages gegen die Mittagszeit hört er plötzlich ein Helikopter Geräusch. Ein Hubschrauber kreuzt im oberen Drittel der Eiger-Nordwand hoch und runter in Serpentinen. Man sucht scheinbar jemand im oberen Drittel der Eiger-Nordwand, aber Thomas sitzt viel tiefer weiter unten. Nach ungefähr einer halben Stunde sieht er, wie der Hubschrauber wieder aus der Eiger-Nordwand heraus fliegen will. Damit seine halb erfrorener Arm noch eine ausladende Bewegung erzeugen kann, nimmt er mit letzter Kraft mit der linken Hand seine rechte Hand und wirft sie von sich. Plötzlich dreht der Hubschrauber zurück und fliegt auf die beiden Menschengestalten zu.

Man nimmt Tomas zuerst an Bord, danach seinen toten Freund.

Er hat 8 Nächte und 9 Tage in der Eiger-Nordwand überlebt. Abgemagert und mit etlichen Erfrierungen - aber am Leben!

 

Wie Krähen Nüsse knacken

Krähen  gelten als besonders intelligente Vögel. Jetzt hat man in Japan Krähen beobachtet, die Walnüsse knacken wollten. Die Krähen setzten sich auf Verkehrsschilder oder Strassenlaternen, und ließen die Nüsse auf die Straße fallen. Die vorüber fahrenden Autos fuhren darüber und knackten die Nüsse. Jetzt war aber das Problem, dass die Krähe immer warten musste, bis kein Auto mehr auf der Straße fuhr, um die Nüsse aufzupicken. 

Die Forscher beobachteten, dass die Krähen ein paar Monate später ihre Strategie geändert hatten: Sie setzten sich jetzt an Straßenlaternen, die an Ampeln aufgestellt waren und ließen von dort ihre Nüsse fallen. Die Krähen hatten mitbekommen, dass dort die Ampel immer wieder auf rot zeigt, und sie somit auch eine verkehrsfreie Zeit hatte, um so störungsfrei ihre von Autos geknackten Nüsse zu verspeisen.

 

Der Toba Vulkanausbruch 

Vor 74'000 Jahren brach auf der Erde der Riesenvulkan Toba  in Indonesien aus. Es war der grösste Vulkanausbruch der letzen 200'000 Jahre.  Der heute noch sichtbare Vulkankrater ist 30 Kilometer breit und 100 Kilometer lang. Er schleuderte eine Asche-Menge in die Atmosphäre, mit der man das 21 000 Quadratkilometer große Bundesland Hessen etwa 130 Meter hoch bedecken könnte. Diese gigantische Aschemasse verteilte sich um den ganzen Globus. Er brachte das Klima auf so eine tiefe Temperatur, dass die Menschen als Rasse durch einen Flaschenhals, so dünn wie ein Strohhalm gingen. Menschen wurden reihenweise ausgelöscht, vollständige Populationen auf Kontinenten verschwanden. Man schätzt, dass von der Menschheit nur ungefähr 1000 Individuen in Ostafrika überlebten. Wir alle stammen von diesen 1000 Menschen ab.
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letztes Update: 10. Februar 2024